Dienstag, 3. März 2015

Infos zur Langusten - Schonzeit 2015



Seit dem 1. März 2015 haben wir die diesjährige Langusten - Schonzeit. Diese beinhaltet nicht nur langusten sondern Schalentiere wie Cigalle (Bärenkrebs), blaue Süsswasserlangusten, Haiwa (Königskrabben), Flusskrebse, etc.  Ich habe mal wieder etwas gegoogelt!  Was mich dabei persönlich etwas irritiert, ist die Tatsache das die Schonzeit hier im Land immer zu einem anderen Zeitpunkt stattfindet – dieses Jahr fällt sie mit dem Beginn am 1. März mitten in die aktuelle Hochsaison und endet Ende Juni! Ich habe versucht herauszufinden, wann die reguläre Langusten - Laichzeit ist. Hier nun die Facts!


 
Langusten laichen von März bis August und weibliche Tiere tragen die leuchtend orangefarbenen Eier auf ihrer Körper - Unterseite, bis sie braun werden und die Larven schlüpfen. Die geschlüpften Larven können Tausende von Seemeilen von der jweiligen Strömung verteilt werden, bis sie sich in flachen küstennahen Gebieten z.B. unter Seegras und Algen niederlassen. Sie ernähren sich dort von kleinen Schnecken und Krabben. Langusten sind Einzelgänger, bis sie das Jugendstadium erreichen. Dann lassen sie sich  zum Schutz in dem von ihnen bevorzugten Lebensraum in Riffen und Korallenbänken im küstennahen Bereich nieder. 

Es dauert etwa zwei Jahre, bis die Langusten ca 7 cm gross sind und rund 4 Jahre bis eine Languste ca. ein Pfund schwer geworden ist.  Langusten wachsen also sehr langsam. Sie wechseln ihren Panzer mehrfach und speziell in dieser Zeit sind sie sehr verletzlich und ungeschützt.
Langusten sind nachtaktive Jäger. Sie bleiben während der Tagesstunden in ihren Höhlen und Verstecken, um sich so vor anderen Räubern zu schützen. Sie gehen selber ein paar Stunden nach Einbruch der Dunkelheit auf Futtersuche. Das ist die Zeit der Langustentaucher, die zum Teil in Booten mit Kompressoren die Küstenregion abtauchen und die nächtlichen Jäger auf ihrer Beutesuche nur einzusammeln brauchen. Das ist hier ein sehr erträgliches Geschäft. Die  Langusten fressen fast alles, ihre Lieblings-Nahrung besteht jedoch hauptsächlich aus Schnecken, Muscheln, Krebsen und Seeigeln. Die Languste kehrt aus Sicherheit mehrere Stunden vor Sonnenaufgang in ihre Höhlen zurück. 

Die offizielle Langusten Fischerei im unweiten US Bundesstaat Florida ist spezialisiert auf die in den USA und weltweit beliebte Florida Languste, dauert genau 8 Monate und  geht dort immer vom 6. August des aktuellen Jahres bis zum 31. März des kommenden Jahres. Sie ist streng reglementiert und garantiert so den Bestand der beliebten Schalentiere. 

Somit weicht die US -  Langusten - Schonzeit deutlich von den offiziellen Dominikanischen Fangzeiten ab. Hier wird deutlicher Raubbau an den Beständen betrieben und diese Schutzzeit ist darum eher eine Alibiübung, an die sich eh fast niemand hält. Es wäre sehr begrüßenswert, wenn die einheimischen Fischer, Restaurateure, Fischhändler und vor allem die Konsumenten das ebenso hielten. Das es nicht so ist, scheint ein ungeschriebenes Gesetz zu sein. Es sollte darum niemanden wundern, wenn er den Preis für diese maritime Delikatesse berappen muss. Der Preis für fangfrische Langusten steigt hier seit Jahren und ist mittlerweile astronomisch hoch. 

Wir von der Casa de Norma in Las Galeras akzeptieren die Schonzeit vollumfänglich und in dem kommenden Monaten kommt mir keine Languste oder dergleichen auf den Teller oder Tisch. Ich hoffe für das Verständnis unserer Gäste und Freunde. Es gibt andere Leckereien aus dem Meer und den Flüssen. 

Montag, 9. Februar 2015

“La Casa de Norma” Las Galeras – der Versuch einer Definition



Mit dem Kochen ist es wie mit allen Dingen, die sich im ständigen Wandel befinden. Kochen ist  dabei sehr menschlich – mitunter ist es mit das Menschlichste, was es gibt. Tiere kochen nicht, aber sie (f)ressen wie wir. Ohne das geht es leider nicht….

Damit sind wir bereits bei  einem sehr aktuellen Problem. Dem Einen schmecken unter anderem die Tiere – der Andere isst  aus persönlichen oder sogar religiösen Überzeugungen nur pflanzliche Produkte! Klar ist - Jedes Lebewesen braucht körperliche Nahrung in irgendeiner Form.  Wir Menschen sind in unserer Entwicklung soweit gekommen, das wir ernsthaft und seriös darüber nachdenken, was und wie wir essen. Das ist gut so, denn nicht alles, was man sich in den Mund steckt,  tut einem auch gut! Unser modernes Essen und genauso das Kochen hat etwas mit dem aktuellen Zeitgeist, unserer Kultur und mit Mode zu tun. Wir wissen heute viel mehr über unsere Nahrung und deren Auswirkung auf das körperliche und geistige Wohlbefinden.
Sagen wir es mal einfach so – wir stehen trotz allem Fortschritt  immer noch relativ am Anfang der bewussten Nahrungsaufnahme. Aber wir lernen und arbeiten daran. Mache machen das bewusst aber wir alle brauchen schlicht was im Magen. 

Warum echte Köche heute  eigentlich mehr  zu Koch – Künstlern  und Lebensmittelspezialisten sind, wird uns durch das Verstehen der Thematik Lebensmittelkunde mehr und mehr bewusst. Es geht mir in meinem Fall  heute längst nicht mehr nur um „den speziellen Geschmack“ oder um die praktizierte Raffinesse beim Kochen. Mir geht es für mich und meine Gäste heute um all  das Wissen über die verwendeten Produkte und deren Wirkung auf unseren Geist und Körper. 

Es ist allgemein bekannt, das sich viele moderne Zeitgenossen  heute krank essen oder fressen! Man entschuldige mir diese Äußerung! Daneben verhungern   in dieser und unserer modernen Welt immer noch Menschen und Tiere. Ist das nicht peinlich? Das sehe ich als Skandal oder bewussten Massenmord. Viele glauben, das man das nicht ändern könne. Ich sehe das anders. Und trotz dem uns heute zur Verfügung  stehendes Wissen über Lebensmittel,  gesunde Produkte und  gutes Essen lassen wir uns von der sogenannten Lebensmittelindustrie entweder mästen oder zum Teil sogar vergiften. Scheinbar sind wir  immer noch bloß dumme Konsumenten oder Tiere geblieben? Manchmal beschleicht mich das Gefühl, das es genau so ist. Nur,  das die Tiere oft intuitiv mehr über gutes Futter wissen, als wir.  Es ist wie jemand, der zwar schreiben und lesen kann, aber trotzdem so gar nicht verstanden hat, was in einem Buch steht.  Ich bin darum als bewusster Koch schon eine ganze Weile aus dem System ausgestiegen.  Wer also etwas von mir gekocht haben will, dem sollte das zumindest im Ansatz klar sein. 

Genau hier sehe ich meine Mission als Koch und Gastgeber. Ich möchte meinen Gästen etwas bieten, was über den flachen Blick in den Kochtopf hinausgeht. Dazu brauche ich das Verständnis der Gäste und darum möchte ich sie beim Prozess der Planung  und des Kochens an sich teilhaben lassen –was  für mich bereits bei der Wahl der Produkte beginnt. Das ist für mich sehr spannend, wenn jemand Interesse daran hat. Wenn nicht, dann tut er das, was alle tun – er isst das für ihn gekochte und sagt mir letztendlich „das war es mir wert“.  Wenn nicht, dann haben wir ein Problem. So einfach ist das!
Und darum nenne ich meinen Wirkungsbereich auch nicht einfach ein zwar etwas abgelegene oder touristische Restaurant „La Casa de Norma“ bei Las Galeras. Es ist weit mehr! Es ist sicher  kein „Gourmettempel“ oder dergleichen, wovon es heute auch hier bereits genug gibt. Es ist andererseits auch kein  Ort, wo man sich was typisches und für seine Verhältnisse vermeintlich billiges Dominikanisches zuführen kann!  Dazu gibt es wie überall auch hier genug lokale Möglichkeiten und entsprechende Etablissements. 

Ich bin nach wie vor oder immer mehr ein Einzelkämpfer für meine eigene  Interpretation von gutem Essen. Bei uns soll jeder Gast  in die Töpfe schauen und er soll genau wissen, was er auf dem Teller hat. Ich bin als Koch schon lange von dem hohen Pferd der „kulinarischen Tempelritter“  abgestiegen. Es hat mir keinen Sinn mehr gemacht, denn ich koche nicht mehr für den Applaus.  Ich will als Administrator in meiner Küche niemanden mehr irgendwie besonders beeindrucken oder zu emotionalen Gefühlsausbrüchen hinreißen. Ich hage mir, wenn man gute Produkte richtig behandelt, kommt eigentlich nichts Schlechtes dabei heraus. Und unsere Produkte sind gut, frisch und aus der Region. Ich arbeite wenn immer möglich mit den Produkten, die es vor Ort gibt. Wenn ich Glück habe, passt letztlich alles gut zusammen. Der gemeinsam eingekaufte Fisch war wirklich außerordentlich gut und die Wahl der Beilagen haben ihren Teil zum Gelingen des Menüs beigetragen. Sogenanntes „Edleres“ gibt es im 70 km entfernten Las Terrenas in den dortigen Fachgeschäften und grossen Supermärkten. Der Weg dorthin ist mir schlicht zu weit. Und es rentiert sich nicht, denn wer zahlt mir den entsprechenden Preis für solche Dinge?  Wer das trotzdem unbedingt will, für den fahre ich dorthin und stelle dann zum Schluss die entsprechende Rechnung.
 Ich kenne die Geschmacksnerven meiner Gäste nicht und letztlich liegt es an deren Bereitschaft,  den ausgetrampelten Pfad des kulinarischen Einerleis bewusst zu verlassen und sich auf ein simples Abenteuer einzulassen. Dann wird es für alle Beteiligten richtig spannend und wir haben zusammen Spaß.  Wer Spaß dann aber über den zu bezahlenden Preis bestimmt, der liegt bei mir falsch. Und das sollte ihm beim Besuch unserer Einrichtung von vorne herein klar sein. Dann passt die Chemie. Alles hat seinen Preis!

Soweit mein Versuch! Wer den Weg zu uns findet, mit den lokalen Gegebenheiten klar kommt – alles ist von uns selbstgebaut und darum sicher nicht perfekt, aber alles kommt von Herzen. Wer diese Weg findet, der erhält die Möglichkeit, speziell zu essen und sich auch noch über Produkte und deren Verwendung schlau zu machen. Eigentlich alle, die den Weg gefunden haben, hatte bisher Spass und ein Erlebnis der speziellen karibischen Art. Und genau so soll es bleiben und eventuell mehr und mehr wachsen und zu einer Art Institution des speziellen Geschmacks zu werden. Das möchte „La Casa de Norma“ letztendlich sein! – nicht mehr und nicht weniger.

Las Galeras, den 9. Februar 2015

Freitag, 9. Januar 2015

more Pictures (Fotos)

















Wir bitten unsere Gäste nicht nur einfach zu Tisch!



Wir bitten unsere Gäste nicht nur einfach zu Tisch! Was aber ist genau die Art wie wir in der Casa de Norma kochen und was wir unter Gastfreundschaft verstehen? 

Man nehme, was es Leckeres und Frisches lokal und saisonal gibt! Da wir mittlerweile ein gewisses Fachwissen über karibische Zutaten erlangt haben, kommt es meistens recht gut! Für die einen ist es eventuell sehr exotisch und für Andere  einfach  logisch.  Wir besprechen die Menuefolge mit unseren Gästen bis ins Detail im voraus! Wir erfinden das Rad dabei nicht neu. Inspiration ist aber alles und die stete Lust am Experimentieren.  Ohne diese hätten wir wohl keinen großen Spaß am Kochen. Genau diesen Spaß wollen wir gerne weitergeben. 

Unser Motto lautet - wir lassen Interessierte gerne von a – z bei uns teilhaben, sei das beim Beschaffen der verschiedenen Zutaten durch gemeinsames Einkaufen und danach auch für Interessierte durch aktives „mitarbeiten“ bei der jeweiligen Zubereitung. Das ist die persönliche Entscheidung jedes Gastes .  Entweder miterlebtes  Abenteuer Küche oder ganz einfach rechtzeitig da sein, wenn aufgetragen wird. Was uns darum besonders wichtig erscheint,  ist das so entstehende, transparente Preisgefüge der hiesigen Produkte und unserer eigenen Leistungen. 

Böse Zungen behaupten nun immer wieder, wir seien zu teuer. Genau aus unserer Art, zu arbeiten  kann das weder ich noch können das viele unserer Gäste und Fans nachvollziehen, denn wer gibt seiner Klientel mehr direkten Einblick in Preisgestaltung und Aufwand der konsumierten Speisen und Leistung. 

Darum sagen wir - Wer hier bloß Hunger hat, der gehe in einen der vielen Comedors  oder besucht ein normales Restaurant vor Ort, von denen es wahrlich genug gibt. Wer aber mehr wissen will und Interesse an kreolischer, dominikanischer oder Fusionsküche hat, der ist bei uns herzlich willkommen.  So einfach ist das, denn wir wissen was wir tun!

bei der Arbeit

sopa de camarones

camarones al la casa de norma

beim anrichten

beim einkaufen 1

beim einkaufen 2

beim einkaufen 3

filet de palometa

hausgemachtes brot

kaktusfeigen chreme

chinola oder maracuya creme

es ist angerichtet

lecker Hühnchen im Speckmantel

exotische Beilagen

Samstag, 3. Januar 2015

Ein dominikanischer Tourismus für eine bessere Zukunft (Teil 3)



Ein bunter Reigen karibischer Klischees sind Gründe, in die oder in der Karibik zu reisen oder dort selber leben zu wollen. Das hier ist mit Sicherheit eine unvollständige Liste! 

Da hätten wir Natur pur, viel Sonne & keinen Winter, allenthalben Meer & Traumstrände, easy Living und akute Lebensfreude, jede Menge Kultur und Geschichte, Reggae, Salsa, Son  und andere tolle Musik, Segeln, Surfen, Katen, Tauchen, Fliegen, Wandern, sich motorisiert sportlich bewegen, exotische Plantagen, exotische Früchte aller Art, viel Zuckerrohr &  natürlich Rum, da waren wilde Piraten & clevere Revolutionäre, viele Abenteuer & noch mehr Abenteurer, jede Menge Freiheit & nonchalanten Luxus, Zigarren, exotische und scharfe Gewürze, viel gutes Essen, liebenswerte Gastfreundschaft, rassige Frauen und Männer, etc. Dazu kommen  aber auch noch einige Drogen und latente Kriminalität, bittere Armut, ausufernde Prostitution, allenthalben Korruption & saubere Geldwäsche und viel,ja sehr viel Halbseidenes. 

Aus all dem bilden sich Menschen aus aller Welt ihr eigenes Bild von einer spannenden Urlaubsregion, einem exotischen Lebensraum und was anderes als spiessige Gemütlichkeit. und  all das trifft mit Sicherheit auch auf die dominikanische Republik zu! Herzlich willkommen im puren Leben.Damit muss man hier umgehen können.

Die demokratisch gewählte Regierung  versucht seit Jahren den Spagat zwischen einer demokratischen, sozialen und zukunftsweisenden Staatsführung und auf der anderen Seite versucht sie permanent Anreiz für privatwirtschaftliche  Investments  zu generieren. Die Voraussetzungen für viele Investoren  in diesem Land sind einerseits relativ locker, aber auf der anderen Seite regt sich in der Bevölkerung auch  Wiederstand gegen Überfremdung und internationale Fremdbestimmung.  Unterschwellige Fremdenfeindlichkeit vor allem gegenüber den Haitianischen Einwanderern ist lange an der Tagesordnung. Es liegt jedoch nahe, das die „armen“ Nachbarn durch das Leben und Arbeiten in der dominikanischen Republik eine bessere, eigene Lebensgrundlage sehen oder zumindest erhoffen. Das sie nicht geliebt sind, ist den meisten sicherlich klar. 

Bildungspolitik: Seit Jahren fordert ein Großteil der Bevölkerung 5 % des BIP in die Dominikanische Bildung zu investieren. Ist Bildung ein Fass ohne Boden denken Andere? Die Frage lautet - kann man Bildung einfach kaufen? Was ist denn die Voraussetzung für eine kluge Bildungspolitik?  

Meine persönliche Meinung ist – der Wille des Einzelnen nach guter Bildung muss die grundlegende Basis sein und der Staat schafft dazu im Gegenzug  die geeigneten Voraussetzungen. Und genau hier scheiden sich die Geister. Ich will nicht auf die ganze Bildungs - Thematik eingehen, das würde den Rahmen sprengen. 

Mir geht es um modernen Tourismus mit all seinen Sparten für dieses wunderbare, karibische Land.  Tourismus bringt diesem Land enorm wichtige Einnahmen, von denen alle Dominikaner letztendlich partizipieren.  Wenn wir schon wissen, dass der Tourismus vor allem privatwirtschaftlich funktioniert, dann sollte der Staat das entsprechend berücksichtigen und dafür die Privatwirtschaft ohne sie zu behindern, in die Pflicht nehmen.
Ein Grundschullehrer weiß nicht, was der engagierte und professionelle  Hotelier bei seinen zukünftigen Fachkräften voraussetzt. Ein Fachlehrer hingegen eher!  Das Gleiche gilt für jeden versierten Tourismusunternehmer. Moderner Tourismus als Basis - Pflichtfach an öffentlichen Schulen in den involvierten Regionen und dezentral in den Ballungsgebieten mit großem Potenzial an geeignetem Nachwuchs wären sehr wichtig.  Tourismus  als Leistungsfachbereich  an  entsprechenden, privaten oder weiterführenden staatlichen Bildungseinrichtungen. 

Aber diese privaten Schulen gibt es noch nicht im Land. Und wenn es sie gibt, dann als sogenannte kommerzielle Kaderschmieden und diese bieten nur einem sehr ausgesuchten und solventen Klientel entsprechende Möglichkeiten im oberen Bereich.  Welcher junge Mensch aus einfachen Verhältnissen erhält so die Chance, sich seinen Berufswunsch zu erfüllen?  So gut wie keiner. Darum sind diese Stellen meist von Ausländern besetzt oder Auslandsdominikanern. Damit ein junger und talentierter Dominikaner an einer touristischen Fachschule im Ausland lernen oder studieren kann, fehlen ihm meistens  die entsprechenden Voraussetzungen – die da an erster Stelle qualifizierte Fremdsprachenkenntnisse wären. 

Hotelfach und Gastronomie besteht jedoch nicht nur aus Kadermitarbeitern. Um in eine solche Position zu gelangen,  wird in vielen Ländern ein entsprechendes Basiswissen vorausgesetzt. Oder wollen oder brauchen wir hier akademische Köche und Kellner? 

Möglichkeiten! Wären hier nicht die privaten Tourismusanbieter, nationalen und internationalen Gastronomie & Hotelgruppen und engagierte Unternehmer gefragt, um  sich einen soliden, fachliche versierten Nachwuchs  zu schaffen. Und dies sehr neutral, nach entsprechenden nationalen und internationalen Standards, anstatt der bisher üblichen spezifischen Inhouseausbildung? Was meint der Tourismusminister und seine Equipe dazu?
Fragen! Welcher touristische Betrieb oder Anbieter im Land betreibt eine entsprechende und neutrale Personalplanung, eine offizielle Abteilung oder ein Staffoffice und bietet seinen Mitarbeitern eine transparente Karriereplanung?
  
Ich komme langsam zum Punkt! Man kann über Probleme schreiben, sich darüber auslassen und sich darüber aufregen. Man sollte aber auch Ideen haben, wie man so was angehen könnte.  Ich denke viel über den dominikanischen Tourismus nach, weil ich mittendrin stehe. Hier nun kurz ein paar private Lösungsansätze, die „auf meinem Mist gewachsen sind!“

Wie wäre es denn – wenn die lokalen Tourismusanbieter sich mit den örtlichen, lokalen oder umliegenden Bildungseinrichtungen zusammensetzen und hier eine grundsätzliche entsprechende Diskussion in Gang setzen. Alles fängt klein an – aus der Region für die Region oder den Ort. Wenn man so jungen Menschen aus dem Ort oder der Umgebung so eine zusätzliche Chance geben würde, sein berufliches Leben anzugehen? Hier liegt meiner Meinung nach eine große Chance, etwas für den Tourismus und die betroffenen Menschen  zu tun. Ohne große Korruption – wer kann der darf oder soll!

Und wissen sie was lieber Leser, wenn sie ein echter Landes - Fan sind oder ein gern gesehener Stammgast, der immer wieder den Weg auf diese schöne Insel oder an einen bestimmten Ort hier  findet, dann wäre es eine tolle private Möglichkeit für sie, das privat und auf eigene Initiative zu unterstützen. 

Es wäre eine lohnenswerte Aufgabe für einem entsprechenden und neu zu gründenden, lokalen Verein Dinge wie private und zeitlich begrenzte Stammgast -  Patenschaften für willige junge Menschen zu übernehmen oder durch Spenden und  praktische oder materielle Unterstützung etwas für einen besseren und nachhaltigen Tourismus zu tun in Zusammenarbeit mit ihrem Lieblingshotel.  So könnten sie ihr Hotel etwas in die Pflicht nehmen wovon es letztlich wieder profitiert.  Und auch sie profitieren davon, denn auf Dauer werden sie noch besser umsorgt und ihr Aufenthalt wird zum Happening. 

Ich glaube, es gibt viele Menschen aus aller Welt, die schon lange ihr Herz an dieses Land, im speziellen einen bestimmten  Ort oder an ein geliebtes  Hotel  und dessen Mitarbeiter bereits verloren haben. Und ich glaube, dass diese Leute durchaus bereit wären, eine solche Idee nicht nur zu unterstützen, sondern sogar zu fördern und zu forcieren.  Das wäre ein sinnvolles Stammgastmarketing der besonderen Art und könnte Schule machen.  Denken sie darüber nach.  Reden sie darüber mit anderen Leuten und Gleichgesinnten und vor allem mit den Verantwortlichen vor Ort oder im Hotel. Eventuell können wir so etwas rein Privatwirtschaftliches für den dominikanischen Tourismus tun. Er wäre sicher auf noch besserem Wege als er es bereits ist.



Ein Dominikanischer Tourismus für eine bessere Zukunft!
Inhalt: