Montag, 10. März 2014

Kokos - Auberginen Gratin



Ursprünglich aus Martinique

Auf der sonnigen Karibikinsel Martinique hat sich im lauf der vergangenen Jahrhunderte eine sehr spezielle Form der Kreolischen Küche entwickelt. Der Grund ist der französisch - mediterrane Einfluss in Kombination mit den kulinarischen Wurzeln der Sklaven, die zum Großteil aus Westafrika stammten. So entstand eine sehr feine und raffinierte Küche. Die Vielfalt und das Klima der Tropischen Insel taten ihren Teil dazu. Auf Martinique, dem Frankreich der Karibik kann man hervorragend essen…

Zutaten für 6 Personen

850 g
Auberginen
3
Rote Zwiebeln
5  Zehen
Knoblauch
300 g
Frischkäse oder Ricotta
8 
Kleine Barcello Tomaten, enthäutet und gehackt
2
Frische Kokosnüsse (für frische Kokosmilch und Raspel)

Alternativ

3 dl
Kocosmilch
50 g
Kokosraspel
3 El
Olivenöl

Moringa frisch, Celandro frisch  und frische Petersilie
 
Meersalz, rotes Paprikapulver, schwarzer Pfeffer,

Zubereitung


  1. Auberginen in 1 cm dicke Scheiben schneiden, salzen und in ein Sieb geben. Mit einem Teller oder ähnlichem beschweren und 20 Minuten ziehen lassen. Dann den ausgetretenen Saft abspülen und die Auberginen mit einem Küchentuch trockentupfen. 
  2. 6 EL Öl in einer Pfanne erhitzen, Auberginenscheiben 10 Minuten braten, dabei einmal wenden. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. 
  3.  Wie macht man Kokosmilch aus frischen Kokosnüssen – Wenn möglich braucht man dazu nicht vollreife Kokosnüsse. Bein öffnen der Kokosnuss muss man das Kokoswasser auffangen. Es dient zum auslaugen der Kokosraspel. Das frische Kokosfleisch wird gerieben und am besten in einem Tuch ausgepresst. Die so entstandene Flüssigkeit mischt man mit dem Kokoswasser und weicht darin die Raspel und mehrmaligem Umrühren ca. 2 Stunden ein. Danach trennt man Raspel von der so entstandenen frischen Kokosmilch. ( Tipp: Aus der Kokosraspel lässt sich ein leckerer  Karibischer Salat bereiten)
  4. Restliches Öl in derselben Pfanne erhitzen, Zwiebeln hineingeben und 5 Minuten bei mittlerer Hitze braten, Barcello Tomaten und Knoblauch zufügen, mit Kokosmilch angießen und unter Rühren  kochen und reduzieren.. Dann mit Salz und Pfeffer abschmecken. 
  5. Frischkäse hacken mit der frischen Kokosraspel, gehackter Petersilie, Moringa  & Celandro und 2 Esslöffeln Olivenöl eine Masse zum gratinieren bereiten 
  6. Die Auberginenscheiben in eine Auflaufform schichten, die Sauce darüber geben und das Gratinat darüber verteilen, mit Alufolie abdecken. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C 30 Minuten wie einen Gratin backen.

Sonntag, 9. März 2014

Manzanas Gaspacho Creole



Gazpacho Creole  ist eine kalte Suppe aus ungekochtem einheimischem Gemüse und bei mir rein vegetarisch. Die Gaspacho stammt ursprünglich aus Andalusien und geht auf die Mauren zurück. Diese Suppe war ursprünglich eine weiße Knoblauchsuppe aus Gurken, Brot, Knoblauch, Olivenöl, Essig, Salz und Wasser.
Die „Gaspacho Creole a la Manzana“ ist meine modifizierte karibische Version. Die Kolonialisten der Insel Hispaniola aus Spanien haben auf der Basis ihres alten spanischen Rezeptes der „Gaspacho Andaluse“ die Kreolische Version erfunden. Was dabei wichtig zu wissen ist, das die Spanier Tomaten und Paprika erst hier kennengelernt und zu schätzen gelernt hatten. Tomaten und der Gemüse – Paprika, die Kartoffel, der Tabak und viele andere Pflanzen wurden von hier von Christoph Kolumbus und anderen Eroberern aus der Karibik  nach Europa gebracht. Tomaten und Paprika haben durch die Kolonialisten  von der Karibik aus ihren „Siegeszug“ quer durch die kulinarische Welt angetreten und sind heute ein fester Bestandteil fast jeder Küche der Welt. Bis ins 18. Jahrhundert hinein waren Tomaten und Paprika nicht Bestandteil dieser spanischen Suppe. Ich habe der Würze halber noch etwas frischen  Ingwer, Zucchini und frische Moringablätter beigefügt.


Zutaten: (für 4 Personen)

6
große Barcellotomaten, geschält
1 Dose
Barcellotomaten püriert oder ganz
Eine halbe
Salatgurke
Eine halbe
Zuccini
2
Paprika rot
halbe
Große Zwiebel rot
2
Knoblauchzehen
Stück Ingwer geschält
2 EL
Weißweinessig oder ein paar Tropfen Balsamico
2 EL
Olivenöl oder gutes Cocosoel
2 Stück
hausgebachenes Pittabrot

Grobes Meersalz,
Gewürze
Pfeffer, Chilli (Cayennepfeffer), Paprikapulver, Bija, Kurkuma
Frische Kräuter
 (Celandro, Petersilie, das Blattgrün vom Stangensellerie, Moringa)
Für die Garnitur:

1
Barcello - Tomate fein gewürfelt
1/2
Rote Gemüse - Paprika fein gewürfelt
1/4
Salatgurke fein gewürfelt
1
Pittabrot als Crouton gewürfelt und angeröstet

Frische Kräuter feingehackt


Zubereitung

  • Barcello Tomaten enthäuten und würfeln. Die Salatgurke schälen und ebenfalls würfeln (2-3 Scheiben zur Seite legen für die Einlage in die Suppe). Die Paprikas entkernen und halbieren. Eine Hälfte würfeln und als Einlage auf die Seite legen. Die andere Hälfte kurz auf dem Grill anbraten, abkühlen, Haut entfernen und fein würfeln. Den Knoblauch und Ingwer, die Zwiebeln und Kräuter grob zerkleinern.
  •  Pittabrot in kalter Gemüsebrühe einweichen, danach gut ausdrücken und auf die Seite legen
  • Alle Zutaten, die Dose geschälte Tomaten (mit dem Jus) und das ausgedrückte Pittabrot in den Mixer geben. Knoblauch, Zwiebeln und die Gewürze dazugeben. Alles sehr gut pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Danach für 2-3 Std. gut durchkühlen.
  • Tomate, restliche Paprika und Gurke in kleine Würfel schneiden. Als Einlage in die Suppe geben.
  • Warmes Pittabrot zur kalten Suppe geben.

Freitag, 7. März 2014

Kolumne - Der verdiente Lebensabend im „Land der Träume“ – ein hehrer Wunsch?



Die Dominikanische Republik ist das beliebteste Reiseziel der Karibik.  Dieses Land weckt bei Menschen aus aller Welt auch reale Wünsche. Ist es verwunderlich, das immer mehr  ihren Lebensabend angenehm und wenn möglich sorglos hier verleben wollen? Die Dominikanische Republik ist nicht ohne ein gewisses Kalkül ein sehr einwanderungsfreundliches Land. Das muss man wissen!  

Ob man nur als älterer Mensch lediglich für ein paar Monate im Jahr (meist im europäischen Winter) oder für den Rest seines Lebens hier bleiben will, setzt Planung voraus. Es gibt kein Patentrezept für den Erfolg eines solchen Unterfangens. Dazu bedarf es nebst der Organisation der dafür  erforderlichen  wirtschaftlichen, rechtlich &  gesetzlichen Voraussetzungen auch ein elementares Verständnis über die örtlichen und sozialen Gepflogen - & Gegebenheiten des Landes. Wer völlig unbedarft hier aufschlägt, erlebt oft sein blaues Wunder!


Selbst bei gewissenhafter Vorbereitung bedeutet dieser Schritt  ein Abenteuer oder ein „Sprung ins kalte Wasser“! Der menschliche und persönliche Aspekt spielt dabei eine entscheidende Rolle! Das darf nie unterschätzt werden.  Darüber sollte nicht die sprichwörtliche Lebensfreude der Dominikaner/Innen hinwegtäuschen. Genau dieser Aspekt wird jedoch leider zu wenig beachtet und darum scheiden sich hier oft die Geister. Viele wollen hier  leben. Wenn es geht, will man nur wenig mit der hiesigen Problematik zu tun haben. Diese lässt sich nicht weg retuschieren; sie ist real!


Aus Touristenzentren wird so der beliebte Lebensraum für Rentner und Pensionäre. Man sucht sich dort ein vermeintlich besonders  schönes Plätzchen und agiert am Anfang fast wie all die anderen Menschen im Urlaub. Aber das Leben als Rentner oder Pensionär  ist kein Urlaub. Es ist hingegen ein nicht unproblematischer neuer Lebensabschnitt.  Wie sieht es mit der körperlichen und seelischen Verfassung aus? Verträgt man das Klima? Wie steht es mit der vorhandenen Infrastruktur? Wie ist die ärztliche Versorgung vor Ort. Gibt es professionelle Helfer im Notfall, an die man sich wenden kann? Wichtige Fragen…

Item - ein Land der Träume gibt es nicht. Das „persönliche Paradies“ sagt bereits der Begriff. Es liegt immer bei der Person selber, was man darunter versteht.  Auch wenn man bereits einen oder mehrere schöne Urlaube hier verbracht hat, ist das keine Garantie dafür, hier auch zufrieden leben zu können.  Daneben  macht das niemanden zu einem  expliziten Landeskenner!  Der Unterschied zwischen der Realität und dem persönlichem Wunschdenken ist oft sehr groß! Vor allem wenn man von heute auf morgen plötzlich genug Zeit für sein eigenes Leben hat.  Wenn der berufliche Stress endlich weg ist! Was stellt man damit an? Finanziell relativ sorglos zu sein ist sicher kein Freibrief für ein erfülltes Leben unter Palmen.

Die Erwartungshaltung eines Menschen, der neu hier lebt, ist oft sehr hoch. Das gilt vor allem für ältere Menschen. Denn diese haben  nach einem erfüllten Arbeitsleben in ihrem Heimatland oft nur die selbst gelebten Gegebenheiten der alten Heimat zum Vergleich. Hier ist  alles neu, exotisch und spannend. Darum ist die Hilfe anderer wichtig. In Las Terrenas gibt es z.B. professionelle Anlaufstellen für den Neubeginn. Der Unterschied zwischen gutem Willen und purem Kalkül liegt letztlich im Auge des Betrachters.  Das Leben in diese Breiten ist immer auch ein Geschäft.


Eine der meistgehörten Fragen  an mich lautet; wie lange lebst du schon hier? Das scheint irgendwie sehr wichtig zu sein… Meine Antwort lautet;  Ich lebe hier und tue es gerne.  Ich frage mich dann gerne - Was ist man für diese Leute? Man hangelt oft irgendwo zwischen neuem Freund, Seelsorger und vermeintlichem Profi herum. Jeder der hier bewusst lebt, kann davon ein Lied singen. Wir sind die Menschen, zu denen ich mich selber auch zähle, die den Neuankömmlingen aber oft gar keinen großen Dienst erweisen können. Denn wir kennen diese Menschen  ja gar nicht wirklich. Wir sprechen zwar dieselbe Sprache, was für sie sehr wichtig ist. Und wir verstehen die Einheimischen. Denn da haben die meisten Neuankömmlinge selber die größten Probleme. Wenn sie sich dann auf uns verlassen, ist die Verantwortung für uns sehr groß. Darüber muss man sich klar sein.


Aber was ist, wenn aus welchem Grund auch immer für einen Menschen aus dem Traum vom Leben unter Palmen auf einmal  ein persönlicher Alptraum wird; wer trägt dann die Schuld? Wer übernimmt die Verantwortung? Wenn beim „Abenteuer Karibik“ auch noch der Verlust der Gesundheit mit ins Spiel kommt, gilt es, das Wichtige oder Richtige zu tun! Auch wenn das Retourticket denjenigen noch so schmerzt. Geplatzte Träume sind sehr traurig…Der Betroffene fühlt sich zunächst nie selber Schuld.


Ich mich auch nicht…aber es macht einem sehr nachdenklich!

Dienstag, 4. März 2014

Alle Jahre wieder! Die Langustenschonzeit....



Alle Jahre wieder! 

Die Langustenschonzeit…. betrifft Schalentiere wie Langusten, Bärenkrebse (Cigale) Süsswasserlangusten (Camaron del Rio), Haiwa (Kingscrab) etc.  also alles was im harten Panzer im Meer und in den Flüssen kreucht und fleucht.  Es ist Jahr für Jahr ein leides Thema, denn immer noch ist es so, das sich nur stellenweise daran gehalten wird. Angefangen bei all den Fischern, die vom Fischfang und eben den Langusten leben. Was ist ein Fischer? Einer der der mit Angel, Harpune, oder Netz  bis zum Echolotfishfinder fischen geht. Es sind Menschen vom  armen  Schlucker, der das zum Unterhalt seiner Familie tut bis zum modern ausgerüsteten Sportfischer, der zum Spaß alleine oder mit Freunden fischt.  Dann sind da die Fischhändler landauf landab, die es in allen Varianten gibt. Angefangen vom armen Schlucker, der sich vom letzten Geld oder auf pump einen Tiefkühler gekauft hat und der hinter der Hütte steht bis zum edlen Comestible, der wegen seiner feinen Auslage das Herz jedes Feinschmeckers hoch leben lässt. Dann sind  da all die Wirte, angefangen vom armen Strandbudenbesitzer oder Pächter bis zum Edelrestaurateur.  Und dann sind da die Kunden, vom Touristen bis zum Residenten  oder einfach  all der Herrschaften, die jetzt Lust auf einen gepanzerten Krabbler haben.  Es sind also viele in den Reigen involviert bis zu denen auf der Gegenseite; all die Ordnungshüter vom Umweltamt bis zur Kriegsmarine.

In der Regel läuft es nach dem Motto „Da, wo kein Kläger ist, gibt es keinen Richter!“ Die Languste lebt darum solange ihr Leben bis sie im Kochtopf oder auf dem Grill landet. Sie weiß eben  nicht das sie sich besser versteckt – sie hat im Prinzip jedoch keine Chance. Aus altergründen verstirbt so ein Tier an der Küste wohl kaum. Fazit – es gibt immer weniger Langusten etc.  Die tote Languste in der Kühlbox juckt das nicht mehr, sie schmeckt bloß noch dem Laien! Lebendfrische Langusten sind eh die Ausnahme und eigentlich sollten sie das sein. Wer weiss das? Die Feinschmecker im Edelrestaurant wohl sicher! Aber wer hat hier ein Salzwasserbecken oder Aquarium um die Languste seinem Kunden stilsicher zu präsentieren? Das ist die absolute Ausnahme vor Ort.  Die Krabbler landen mehr als oft übereinandergestapelt mit abgebrochenen Antennen und Beinen im Tiefkühler und der Kunde sieht da gerne drüber weg, denn er mag eh nur was im hinteren Teil der Tiere auf ihn wartet. Der Rest ist Müll oder zu viel Aufwand….
Raubbau, Überfischung, Gedankenlosigkeit, Gier, Armut…. All das sind die Feinde von allem was essbar im Wasser lebt. Trotzdem halten wir uns an die Schonzeit! Das lässt mich ruhiger schlafen und der Kunde, der das nicht versteht findet sicherlich seine Languste etc. nur nicht während der Schonzeit vom 1. März bis zum 1. Juli 2014  bei uns in der Casa de Norma!