La Casa de Norma ist ein ecotouristisches Projekt für Dominikaner, Residenten & Urlauber, die das pure Dominikanische Leben in Las Galeras kennenlernen möchten. Werfen sie einen Blick hinter die Dominikanischen Kulissen! Erleben sie dabei die Dominikanische Leichtigkeit des Seins, das Dominikanische Landleben und lassen sie sich von uns bekochen.... Bei rechtzeitiger Reservation sind wir für sie da!
Freitag, 23. November 2012
Kennen sie Moringa?
Moringa – allgemeine Information
Es geht um eine subtropische oder tropische Pflanze oder einen Baum. Je nach Region ist er auch als Meerrettichbaum, Trommelstockbaum oder Behenbaum bekannt. Ursprünglich stammt er aus der Himalya-Region.
Er wächst heute weltweit in den tropischen und subtropischen Regionen der ganzen Welt; z.B. in Afrika, Arabien, Südostasiens und Mittel und - Südamerika und auf den karibischen Inseln.
Über 700 Studien findet man inzwischen, welche die gesundheitlich wertvollen Eigenschaften dieser ayurvedischen Heilpflanze belegen und die immer mehr Wissenschaftler und gesundheitsbewusste Menschen zum staunen bringt. Mit über 90 verschiedenen Nährstoffen (Vitamine, Mineralien, Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe) ist die Pflanze eines der gesündesten Gewächse unserer Erde. Sie gehört zur Liste der sogenannten Superfoods.
In der ayurvedischen Medizin ist seine Heilkraft seit Jahrtausenden bekannt. Nicht nur Gehirn und Knochen, Nerven und Stoffwechsel können mit den Blättern des „Meerrettich-Baumes“, Moringa olifeira, reguliert werden. Sie helfen auch bei Kopfschmerzen, Blähungen, Schnittverletzungen und noch viel mehr.
Es werden über 300 Erkrankungen gezählt, von Schwächezuständen und hohem Blutdruck bis Osteoporose und Diabetes, die behandelt werden können. Seine Blätter sind ein natürliches, außergewöhnlich vielseitiges Multi-Vitamin und –Mineralstoffkonzentrat, seine Samen befreien Wasser von Bakterien und Viren und liefern ein kosmetisches Öl und die Früchte sind Bestandteil von Curry-Mischungen.
Wasser ist das wichtigste Grundnahrungsmittel, das der Mensch zum Leben braucht. Aber nicht irgend ein Wasser, sondern Wasser, frei von Bakterien und anderen gefährlichen Keimen. Wie kann man mit kleinem Aufwand dreckiges Wasser in sauberes Brauch - und Trinkwasser verwandeln?
Mit Moringa Samen kann man Wasser bakterienfrei machen, denn Moringa tötet Bakterien. Diese Pflanze besitzt ein natürliches Immunsstem, um Wasser zu reinigenund zu klären. Dazu braucht man pro Liter Wasser 10 mg gemahlenen Moringa Samen.
Moringa ist ein weiteres Projekt des „Freudeskreises der Casa de Norma“. Wenn sie Interesse haben, bekommen sie bei uns in Zukunft Mornga Samen für ihren eigenen Moringa Baum.
Womöglich erweckt der Moringabaum auch Ihr Interesse und in naher Zukunft können Sie so „Ihrem eigenen Moringabaum“ im Garten, auf dem Balkon oder im Wohnzimmer beim Wachsen zusehen. Man kann einen Moringabaum als Zimmerpflanze an einen hellen Ort stellen. Man kann ihn beschneiden und für den Eigenverbrauch in der Küche oder als Zierpflanze nutzen. Er wächst und gedeiht in Mitteleuropa, denn er stammt wie schon gesagt ursprünglich aus dem Himalaya, und verträgt somit sogar bedingt Frost und Kälte. Diese schnell wachsende Pflanze gedeiht auf fast jedem Boden. Der Baum wächst im ersten Jahr ohne ihr grosses Zutun bis zu 5 Metern. Wenn man ihn regelmässig beschneidet, liegt es bei ihnen, wie gross er wird.
Samstag, 13. Oktober 2012
Normas Martyrium
Nachdem die angesagte Operation gestern wegen
Zeitmangel des Amerikanisch / kubanischen Ärzteteam nicht stattgefunden hat,
musste sie heute Morgen sehr früh wieder nach Samana fahren.
Diese Ärzte und Spezialisten reisen im ganzen Land
herum und behandeln arme Menschen in den öffentlichen Hospitälern gratis.
Ein amerikanischer Arzt, der sehr gut spanisch
sprach, untesuchte sie dann heute erneut und vor allem gründlich und in Ruhe. Er sichtete dabei alle Analysen
und die sich im Lauf von mehreren Monaten angesammelten Krankenaktien und kam zu
dem Schluss, das all das komplett falsch sei. Er diagnostizierte etwas völlig
anderes und meinte zu Norma, sie bräuchte absolut keine Operation. Im
Gegenteil, sie sei nahezu gesund und bräuchte lediglich aufbauende Präparate
und so gut wei keine weiteren starken Medikamente.
Apropos Medikamente – der Arzt sichtete die Liste all
der verschriebenen Medikamente und meinte, das sei völliger Blödsinn. Sie sei komplett
falsch medikamentiert worden und es sei ein
Wunder, das sie all das so gut überstanden hätte. Das seien sehr starke Sachen
gewesen,vor allem die vielen Spritzen und sowas sei grob Fahrlässig.
Somit geht es Norma eigentlich gesundheitlich recht
gut. Bloss all der Stress der letzten Monate haben ihr Mental mehr zugesetzt,
als das eigentliche Übel an sich. Wir sind einerseits sehr glücklich über diesen positiven
Bescheid. Andererseits denken wir an die letzten Monate, die 15 Klinik &
Ärtztebesuche in Santa Barbara und Nagua, an all die Konsultationen und an all
diese sehr teuren Medikamente, die sie völlig umsonst geschluckt hat. Wir hatten
beträchtlichen finanziellen Aufwand nebst Normas persönlicher Angst und all dem Ärger und
den Fahrtkosten. Es ging schliesslich um den Verdacht auf ein schleichendes Krebsleiden
im Unterleib.
Norma bedankt sich bei allen Freuden und Bekannten für die guten Wünsche. Wir werden nun in den Endspurt gehen und La Casa Noma für die kommende Hochsaison aufrüsten und herrichten. Und hoffen natürlich, das sich all der Aufwand im nun beginnenden 2 Jahr auszahlen wird und wir viele Freunde und Gäste bewirten können. Wir freuen uns auf euren Besuch.
Sonntag, 7. Oktober 2012
Dekandenz in der Küche (Kolomne)
In meinem letzten Beitrag ging es um das
Food Tuning und um meine heutige Einstellung zum Thema Kochen und persönliche Anrichten.
Das hat wieder, wie schon so oft, eine kontroverse Diskussion mit meinem alten
Freund und touristischen Samana Weggefährten Henry ausgelöst. Unsere heutigen Meinungen
gehen sehr weit auseinander, obwohl wir beide vom Beruf her begeisterte Köche und
Küchenchefs sind und waren.
Als grosser Fan der internationalen
Bewegung „Slowfood“ stehe ich zu den Grundsätzen dieser weltweiten Vereinigung
von Köchen und Produzenten. Ich gehe heute fast noch einen Schritt weiter. Denn
ich bewege mich mehr und mehr zum Status Produzent und Koch.
Dekandenz in der Küche (und auch sonst) ist etwas, was mir mehr
und mehr zu schaffen macht! Einer meiner Leitsätze lautet – die Vorausetzung, etwas Neues zu erschaffen, ist eine offene
Haltung und liebevolle Hingabe! Ich bin nicht von Gestern, aber ich koche situationsbedingt
sehr „rückständig“. Man könnte es auch als die Neuenteckung alten Wissens
bezeichnen. Toleranz ist mir sehr wichtig aber ein Kunde, der sich einfach
selber als König bezeichet oder fühlt, hat es bei mir nicht leicht. Ich
erinnere mich an die schweizer Episode, als ein hemdsärmliger Gast eine
Currywurst in meinem Restaurant verlangte. Mit dem Goumetzeug könne er nichts
anfangen. Mir ist der Kragen geplatzt und Ich habe ihn damals rausgeworfen.
Etwas Ähnliches hatte ich dann mal an der Playa Bonita erlebt. Ein Freund
wollte auch eine Currywurst und ich habe ihm dann meine Gourmetvariante der verhassten
Wurst gemacht. Er speiste seine Wurst bei Kerzenlicht und klassischer Musik
unter freiem Himmel bei Vollmond. Aus
der Farce wurde augenzwinkernd ein Event. Wir hatten Spass.
Hier nun ein Beispiel, wo bei mir
der Spass aufhört... Man kann sich selber Gedanken dazu machen. Ausserdem
möchte ich festhalten, das eine echte und handgerollte Puro auch mein Herz
höherschlagen lässt.
Zigarren aus Gänsestopfleber mit
Apfel-Sellerie-Asche
Quelle: dpa / Collection Rolf Heyne
die „unkonventionelle“ Servieridee der Gänsestopfleber des Küchenchefs Christian Jürgens. Gänsestopflebereis-Zigarre in die Apfel-Sellerie-Asche tunken und dann in den Mund stecken.
Man braucht dazu Pflanzenkohle,
Bronzepulver und ein Gerät, mit dem man Tiefgefrorenes zu Mousse verarbeiten
kann.
Link:
Ernährung: Zigarren aus
Gänsestopfleber mit Apfel-Sellerie-Asche - weiter lesen auf FOCUS Online:
http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/geniessen/ernaehrung-zigarren-aus-gaensestopfleber-mit-apfel-sellerie-asche_aid_832796.html
Sonntag, 30. September 2012
Food-Tuning – Sinn oder Unsinn? (Kolumne)
Die
meisten Menschen in sogenannten „reichen“ Ländern verlassen sich heute beim
einkaufen und Essen lediglich noch auf den Sehsinn! Es reicht ihnen, wenn ein Essen im Restaurant,
bei der Gemeinschaftsverpflegung oder Zuhause gut präsentiert aussieht. Essen
geht zwar eigentlich durch den Magen, aber das Auge will oder muss heute modisch
geschmeichelt werden. Viele Köche und industrielle Fooddesigner sind heute
modische Food – Tuner. Das ist paradox!
Das
pure Aussehen der verschiedenen Bestandteile unserer Nahrung, welche für
Gesundheit und Bekömmlichkeit entscheiden, ist eigentlich oftmals recht
unscheinbar. Wer schnuppert noch an einer frisch geöffneten Tüte Mehl? Wir beurteilen
die Auswahl an frischem Gemüse und Früchten, Fisch, Fleisch, ect. durch das Ansehen.
Etwas einfach Anfassen, daran riechen und es mit den Händen abwägen ist meistens
nicht erwünscht oder macht wegen der meistens hygienischen Verpackung keinen
Sinn mehr. Wir kaufen aus Zeit - und Gelegenheitsmangel nichts mehr beim
Produzenten oder auf dem Markt. Stattdessen verlassen uns längst auf das
Angebot im Supermarkt und auf die Produkte der Lebensmittel - Industrie. Das Kleingedruckte
lesen wir nicht. Speisen und Getränke sind längst uniform. Ein Foto auf der
Verpackung oder ein Logo reicht uns. Wir achten stattdessen im Restaurant oder
am Imbissstand auf die Anrichtungsart oder die Präsentation eines Gerichts. Das
gleiche gilt für Fertig - oder Convinience Produkte.
Darum
sollten wir Köche, Gastronomen und Gemeinschafts-Verpfleger uns Gedanken über den
Sinn und Unsinn des Food - Tunings machen. Oftmals liegen wir heute völlig
daneben. Wir tun den Menschen damit nichts Gutes, wenn wir bei unseren Speisen nur
auf eine ansprechende Optik achten. Lebensmittel, das sagt das Wort, sind
Mittel zum Leben. Moderne Konservierungsmittel und die verschiedensten Chemikalien
aus der heutigen Lebensmittelindustrie sind mit Bedacht zu verwenden. Das gilt
besonders für genmanipulierte Produkte, die immer mehr und oft unbeachtet auf
unseren Tellern landen. Das ist eine unserer wichtigsten Aufgaben und Anspruch unseren
Kunden gegenüber. Wir müssen uns heute mit dieser Thematik ernsthaft befassen.
Mittwoch, 26. September 2012
Kühlung ohne Strom? Adiabatische Kühlung
Kühlung ohne Strom? Adiabatische Kühlung
Es geht um die größten Stromfresser, die wir hier in der Dominikanischen Republik haben. Das sind im privaten Bereich Kühlung, Tiefkühlung & Klimaanlagen. Vor allem Kühlung von Lebensmitteln und Getränken und die Konservierung oder längere Haltbarkeit durch Tiefkühlung.
Eines der elementarsten Probleme auf dem Campo von Samana ist der elektrische Strom. Es gibt hier Strom, aber leider noch nicht überall und auch nicht immer. Campo bedeutet in diesem Fall ein Barrio (Ortsteil) für Einheimische oder eine kleine Landgemeinde oder Weiler abseits der Touristengebiete. Können sie sich vorstellen, wie es ist, über mehrere Stunden am Tag keinen Strom zu haben? Oder noch extremer, sie haben überhaupt keinen Strom! Dazu kommt die erschwerende Tatsache, dass Strom hier extrem teuer ist. Wer weiß, was er genau pro kWh bezahlt? Wir bezahlen hier zwischen 14 und 18 Pesos pro kWh. Das ist umgerechnet derzeit zwischen 0,27 und 0,35 Euro pro kWh.
Wir leben in den Tropen und es ist entsprechend heiß. Über einen Mangel an täglichen Sonnenstunden können wir uns mit Sicherheit nicht beklagen. Diejenigen, die e sich leisten können, schalten die Klimaanlage an. Klimaanlagen sind bekanntlich Stromfresser. Auch ein einfacher Ventilator verbraucht viel Strom. Kühlschränke und Tiefkühler laufen hier meistens auf Hochtouren und vereisen entsprechend schnell. Alternativen bieten Wind oder Solartechnik, Gaskühlschränke und auch adiabatische Kühlung. Auf die Letztere möchte ich hiermit näher eingehen.
Was
ist adiabatische Kühlung (Verdunstungskühlung)
Es geht um ein Naturgesetz. Allgemein bekannt ist, dass Luft die Eigenschaft hat, Wasser in Form von Wasserdampf aufzunehmen. Unsere Luft versucht immer Wasserpartikel zu verdunsten (zu verdampfen) und in sich zu speichern, und dies solange, bis sie "gesättigt" ist. Luft ist bei 100% Luftfeuchtigkeit gesättigt.
Verdunstungskälte ist die umgangssprachliche Bezeichnung für eine physikalische Erscheinung, die man richtiger Verdunstungskühlung nennen sollte. Damit ist die beim verdunsten einer Flüssigkeit auftretende Abkühlung der Flüssigkeit selbst und ihrer Umgebung gemeint. Diese Abkühlung wird dadurch verursacht, dass der Flüssigkeit und ihrer Umgebung die zum Verdunsten erforderliche "Verdunstungswärme" (Verdampfungswärme) entzogen wird. Man nennt dies mit dem Fachausdruck "adiabatische Kühlung".
Dieser Verdunstungsvorgang und damit die Verdunstungskühlung verstärkt sich, wenn der so entstehende Dunst durch einen trockenen Luftzug möglichst rasch abgeführt wird, sodass ständig wieder ungesättigte Luft an die Stelle gelangt, wo die Verdunstung stattfindet.
Ist die uns umgebende Luft mit Wasserdampf gesättigt, beträgt die relative Luftfeuchte wie gesagt 100%. Es findet dann keine Verdunstung mehr statt und demzufolge auch keine Wärmeabfuhr mehr.
Zum besseren Verstehen ein Beispiel:
Man
weiß, wie kalt es einem ist, wenn man an einem trockenen, heißen aber windigen
Tag nass dem Wasser entsteigt und die Haut an der Luft trocknet. Man weiß auch,
wie kühl sich ein angeblasener Finger anfühlt, den man zuerst in ein Glas
Wasser getaucht hat. Diese Kühlung ist real und man kann diesen Effekt auch zur
Kühlung nehmen oder anwenden.
Das Prinzip ist nicht neu und wird zum Teil seit tausenden Jahren von Mensche in entsprechenden Klimazonen angewendet. Bekannt ist das zum Beispiel in sehr trockenen Regionen der Welt wie zum Beispiel in Afrika. Dort kühlt man in ländlichen Regionen ohne permanente elektrische Stromversorgung seit jeher mit sogenannten Kühltöpfen. Das Prinzip ist so einfach und somit hinlänglich bekannt. In unserer sonst so modernen Welt wurde diese Art der Kühlung längst durch die anfangs genannten Elektrogeräte abgelöst. Auf der anderen Seite rückt die adiabatische Kühlung durch das heutige vermehrte Umweltbewusstsein immer mehr in den Blickpunkt vor allem von Klimatechnikern. Dabei geht s jedoch meistens um teure Hightech und sogenannte Alternativtechnologie.
Eine 24 Jahre alte britische Studentin hat sich über adiabatische Kühlung Gedanken gemacht. Sie nutzt zur Kühlung jedoch keine Photovoltaik, keinen elektrischen Strom, keine Chemikalien und auch keine beweglichen Teile, um den gewünschten Kühleffekt zu erzielen. Die junge Frau wendet die Logik der Kühlung auf der Basis von Verdampfung (adiabatische Kühlung) mit einem simplen, billigen und doch genialem System an. Sie nutzt somit eine der grundlegenden Anwendungen der Gesetze der Physik: „Ersetze etwas durch nichts“. Man wendet das bekannte Verdampfungsprinzip durch die von der Sonne ausgehende Wärme an. Ein ideales Konzept für Dörfer, wie bei uns hier auf Samana, ohne Strom und ohne Geld für teure Photovoltaik (Solarpaneels).
Kommen wir auf den Punkt!
Ihr Kühlgerät besteht aus zwei ineinander gestellten Zylindern. Während der innere Zylinder aus Metall (rostfreier Edelstahl) ist, kann der äußere aus Holz, Plastik oder auch aus Keramik hergestellt werden. Der Raum zwischen dem inneren und dem äußeren Zylinder wird mit gefilzter Wolle (Lumpen), Sand, Erde oder anderen Wasser aufnehmenden Materialien gefüllt. Sogar zerrissene Zeitungen können angewendet werden.
Die Lebensmittel oder as Kühlgut werden im inneren Zylinder platziert. In den Zwischenraum zwischen den beiden Zylindern wird einfach soviel Wasser geschüttet, bis die jeweilige Füllmasse gut durchtränkt ist. Der Zylinder wird gut verschlossen, damit das Kühlgut nicht mit dem Dämmmaterial in Berührung kommt. Sobald die Sonne den äußeren Zylinder erhitzt, verdampft das Wasser im Zwischenraum und die Wärme im inneren Zylinder mit dem Kühlgut wird entzogen. Da das Dämmmaterial das Metall des inneren Zylinders berührt, entzieht die Sonnenstrahlung dem Kühlbehälter die Wärme. Je kompakter und leitfähiger die Füllmasse und der innere Zylinder sind, desto schneller wird die Wärme aus dem Innern des Zylinders ausgeleitet. Die innere Kammer wird so sehr kalt. Der innere Zylinder kann so über Tage eine Innentemperatur von 5-6 Grad halten. Mann muss nur immer genug Wasser zum verdunsten nachfüllen.
Ersatzteile sind bei dieser Technik nicht notwendig. Durch Wiederauffüllen der Füllmasse mit Wasser wird die Kühlung bei direkter Sonneneinstrahlung oder Zufuhr von Wärme fortgesetzt. Gebiete mit einer durchschnittlichen Sonnenscheindauer von 10 Stunden pro Tag bieten ideale Bedingungen diese Erfindung. Eventuell muss man die so entstehende feuchte Luft oder bei zu hoher Luftfeuchtigkeit zum Beispiel durch ein mit Wind betriebenes Gebläse ableiten.
Der Hauptkritikpunkt ist, dass dieser Öko-Kühlschrank komplett von der Natur abhängt, um das Innere kühl zu halten. Bei sorgfältiger Auswahl der Materialien für das Dämmmaterial und für den Innenzylinder könnte so eine sehr ertragreiche Geschäftsidee entstehen, die das Thema der Kühlung in tropischen Gebieten revolutioniert.
Noch einmal!
Die
Anwendung der adiabatischen Kühlung ist sehr alt und beruht auf dem einfachen
Prinzip,
dass Wasser, wenn es in einem abgeschlossenen System verdunstet, diesem
System
Wärme entzieht, und damit die Systemtemperatur abnimmt. Man sieht hier bei uns öfters in hiesigen Colmados
(Tante Emma Laden). Dort hängt man eine Plastiktüte mit Wasser unter das heiße Zinkdach
und durch die Verdunstung entsteht etwas Kühlung und es vertreibt die Fliegen. .
Im
Bereich der Lebensmittelkühlung fand und findet die adiabatische Kühlung ihre
Anwendung. Erwähnt sei hier nur der historische Wassersack aus Ziegenhäuten. Oder
der sogenannte ‘’Keferloher Maßkrug’’. Das ist der klassische tönerne oder keramische
Bierkrug, der zurzeit auf dem Oktoberfest in München im Einsatz ist und dessen
Gefäßoberfläche ständig mit Flüssigkeit benetzt ist, so dass die enthaltene
Flüssigkeit durch die Verdunstung an der Oberfläche permanent gekühlt wird.
Ich
werde bei uns in der Casa de Norma ausprobieren, ob sich dieses alternative
Kühlprinzip auszahlt und wie es bei uns funktioniert. Wenn ja, denke ich, das
ich damit einen alternativen Kühlschrank bauen kann, der sehr vielen armen
Leuten vor Ort eine große Hilfe sein wird und somit eine sehr gute
Geschäftsidee darstellt.
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