La Casa de Norma ist ein ecotouristisches Projekt für Dominikaner, Residenten & Urlauber, die das pure Dominikanische Leben in Las Galeras kennenlernen möchten. Werfen sie einen Blick hinter die Dominikanischen Kulissen! Erleben sie dabei die Dominikanische Leichtigkeit des Seins, das Dominikanische Landleben und lassen sie sich von uns bekochen.... Bei rechtzeitiger Reservation sind wir für sie da!
Dienstag, 20. März 2012
MANGO MANGO - La Casa de Norma im April 2012 - das Mangofestivall
Bald ist Mangozeit - das bedeutet frische Mango vom Baum, täglich frischer Mangosaft, Mangobrot, Magokuchen, Mango Marmelade, Mangochutney auf verschiedene Arten, flambierte Mango als Dessert, Mangocreme und wenn es mit unserem Freezer klappt Mangoeis - alles hausgemacht und zum mitnehmen und eventuell sogar ein Mangowein...
Und wer Lust hat - Normas Mangokochabenteuer - alles Mango... oder was?
Bienvenidos en la Casa de Norma
Freitag, 16. März 2012
Langustenschonzeit 2012 in der dominikanischen Republik
Der
Dominikanische Rat für Fischerei und Aquakultur (Copesco) des Ministeriums für
Landwirtschaft kündigte den Beginn des Verkaufsverbots, den Fang und den
Handels mit Langusten im ganzen Land an.
Der
Rat berichtet, dass dieser Beschluss vom 1. März 2012 bis zum 30. Juni dieses
Jahres andauern wird. Begründet wird der Beschluss wegen des Dekrets Nr. 316 und
des Gesetzes 307-04 (erlassen am 14. Oktober 1986).
Der
Rat erklärte wie im Vorjahr 2011, dass es während dieses Zeitraums verboten ist,
Langusten, Hummer Pinta, und Mama Stone Hummer zu fischen. Dasselbe gilt für
den Handel und den Verkauf. Das Ministerium für Landwirtschaft und Aquakultur forderte
die Eigentümer und Manager von Supermärkten, Hotels, Restaurants, Fischhändler
und die Fischer direkt auf, während dieser Periode auf die Vermarktung und den
Fang zu verzichten.
Er
warnte, dass man sich bei Nichteinhaltung und Verstößen gegen dieses
Gesetz 307-04, strafbar macht. Verstöße gelten als eine sehr schwere Straftat,
so dass dessen Verletzung streng bestraft wird. Er erklärt, dass der Verkauf
aller Arten von Langusten und Hummern mit Geldstrafen von 10 bis 200 monatlichen
Mindestlöhnen (im öffentlichen Sektor) geahndet wird. Daneben werden
Haftstrafen von zwei bis 10 Jahren Gefängnis verhenkt.
La Casa de Norma hält sich an diese sehr sinnvolle Auflage. Ab sofort werden wir keine Langusten, Camaron del Rio und andere Schalentiere mehr anbieten und auch nicht servieren. Ich hoffe unsere Gäste haben dafür Verständnis!
Alle
Jahre wieder Schonzeit – und wie alle
Jahre zuvor wird das Fangverbot nicht groß nutzen. Denn der Dominikanische Rat
für Fischerei und Aquakultur (Compesco) hat es auch dieses Jahr wieder nicht
geschafft, eine durchgreifende und landesweite Kampagne im Vorfeld zu lancieren
um die Bürger und alle Involvierten rechtzeitig zu informieren. Das Gesetz gibt
es seit 1986…..
Hurra – sie leben noch!
Nach meiner vorübergehenden Sprachlosigkeit wegen all der
Dinge, die uns hier dauernd das Leben schwer machen, heute diese neuen Fotos. Wie
kann man sie interpretieren? Nach dem Motto hurra, sie leben noch? Oder alles
geht seinen gewohnten Gang! Oder das normale Leben hält uns in Atem! Oder die
Macht der kleinen Schritte - poco a poco…
Es geht uns nicht besser oder schlechter! Wir schlagen
uns nach wie vor durch und das wird auch so bleiben. Unter den gegebenen Voraussetzungen ist das Leben nicht irgendwo „over
the Rainbow!“ Das karibische Leben hat absolut keinen Sonderstatus, auch wenn unsere Besucher,
in dem Moment, wenn sie hier sind, meist in verdienter Urlaubslaune schwelgen, weil sie genau
dann ihrem eigenen Alltag für ein paar Tage entkommen sind. Alleine diese Tatsache sorgt
oft für Missverständnisse.
Urlaub - bezaht oder zusammen gespart! Wie oft hat ein normaler Dominikaner diese Möglichkeit? Und wenn er sie hat, was tut er dann? Er kann sich nicht wie sie, werter Leser, in einen Ferienflieger setzen, um selbst gewählt, was Neues zu erfahren. Er tut somit, was er kann! Er fährt zum Beispiel über Ostern von Puerto Plata mit seinem alten Moped nach Las Galeras, um dort seiner Mutter einen Besuch abzustatten. Alleine das bedingt Logistik, genug Geld für Benzin und Unvorhergesehenes und hat eigentlich nichts Erholsames an sich! Aber diese drei oder vier Tage bei seiner mutter genießt er, hilft seiner Mum wo er kann und bringt ihr auch noch ein Geschenk mit. Für Europäer fast nicht mehr nachvollziehbar – ein komplettes Set neuer Bettwäsche oder einen großen Kochtopf, um darin einen angemessenen Oster - Sancocho zu kochen! Haben sie ihrer Mutter auch schon mal sowas gekauft - was Praktisches für den Haushalt! Wahrscheinlich hat ihre Mutter mehr Kochtöpfe als sie selber, weil sie tatsächlich noch selber regelmässig kocht!
Für den Dominikaner ist das jedoch etwas, was er sich am Mund abgespart hat. Seine Mum weiß das darum sehr zu schätzen! Der Topf hat 900 Pesos gekostet! Hier landen solche Töpfe in der Pfandleihe, wenn plötzlich eine dringende Zahlung ansteht, wie so viele Dinge dauern hin und herwandern. Um ihn dann wieder zubekommen, fliesst ebenfalls Geld – für sie wahrscheinlich lächerliche Beträge wie 200 Pesos oder 4 Euro, aber hier mehr als ein Tageseinkommen.
Urlaub - bezaht oder zusammen gespart! Wie oft hat ein normaler Dominikaner diese Möglichkeit? Und wenn er sie hat, was tut er dann? Er kann sich nicht wie sie, werter Leser, in einen Ferienflieger setzen, um selbst gewählt, was Neues zu erfahren. Er tut somit, was er kann! Er fährt zum Beispiel über Ostern von Puerto Plata mit seinem alten Moped nach Las Galeras, um dort seiner Mutter einen Besuch abzustatten. Alleine das bedingt Logistik, genug Geld für Benzin und Unvorhergesehenes und hat eigentlich nichts Erholsames an sich! Aber diese drei oder vier Tage bei seiner mutter genießt er, hilft seiner Mum wo er kann und bringt ihr auch noch ein Geschenk mit. Für Europäer fast nicht mehr nachvollziehbar – ein komplettes Set neuer Bettwäsche oder einen großen Kochtopf, um darin einen angemessenen Oster - Sancocho zu kochen! Haben sie ihrer Mutter auch schon mal sowas gekauft - was Praktisches für den Haushalt! Wahrscheinlich hat ihre Mutter mehr Kochtöpfe als sie selber, weil sie tatsächlich noch selber regelmässig kocht!
Für den Dominikaner ist das jedoch etwas, was er sich am Mund abgespart hat. Seine Mum weiß das darum sehr zu schätzen! Der Topf hat 900 Pesos gekostet! Hier landen solche Töpfe in der Pfandleihe, wenn plötzlich eine dringende Zahlung ansteht, wie so viele Dinge dauern hin und herwandern. Um ihn dann wieder zubekommen, fliesst ebenfalls Geld – für sie wahrscheinlich lächerliche Beträge wie 200 Pesos oder 4 Euro, aber hier mehr als ein Tageseinkommen.
Warum ich das schreibe? Um dem Leser die Verhältnisse zu
veranschaulichen. Es sind manchmal für die Leser schlecht nachvollziehbare Dinge, die die
Menschen hier aus der Bahn werfen und für ernsthafte Probleme sorgen. Und es
sind andererseits meistens kleine Dinge, die den Menschen hier eine Freude bereiten. Denn die grossen Momente sind sehr rar.Das
bedeutet nicht, das Leben hier als für ihre Verhältnisse als Schnäppchen zu
betrachten. Die Dominikanische Republik galt lange als Billigreiseland und
wurde viele Jahre von den entsprechenden Leuten bereist und beackert. Da entstand das Wort DOMREP - heute fast ein Schimpfwort. Denn das hat sich schon lange geändert –
die dominikanische Republik ist heute verhältnismäßig teuer, wenn man sie zum
Beispiel mit Asien vergleicht.
Aber auch die einfachen Leute hier bezahlen diese hohen Preise und haben darum extrem hohe Lebenshaltungskosten. Hier nennt man das Progresso oder Aufschwung. Ich fragte mich früher sehr oft, wie die einfachen Menschen das schaffen. Mein neues Leben zusammen mit meiner Lebenspartnerin Norma führt mir das Tag für Tag vor Augen. Und mehr und mehr verstehe ich deren Sichtweise und das macht mich derzeit sehr oft sehr betroffen – obwohl ich schon so lang hier lebe.
Darum kann ich sehr oft mit den guten Ratschläge alter Freunde absolut nichts mehr anfangen, weil sie für mich völlig abstrakt sind und nicht in dieses örtliche Weltbild passen. Sicherlich sind das gut gemeinte Vorschläge, aber völlig unbrauchbar. Das mindert nicht die Freundschaft – aber wegen der räumlichen Trennung trotz moderner Kommunikationsmittel ändert das nichts an den Tatsachen. Wenn ich dann von diesen Menschen manchmal als etwas schräg oder verschroben angesehen werde, hat das genau damit zu tun. Denn ich tauche immer mehr in dieses hier echte Leben ab und das hat nichts mit einem Touristenklischee zu tun. Ich bin kein moderner Robinson Crusoe sondern jemand, der das Leben relativ kompromisslos lebt.
Aber auch die einfachen Leute hier bezahlen diese hohen Preise und haben darum extrem hohe Lebenshaltungskosten. Hier nennt man das Progresso oder Aufschwung. Ich fragte mich früher sehr oft, wie die einfachen Menschen das schaffen. Mein neues Leben zusammen mit meiner Lebenspartnerin Norma führt mir das Tag für Tag vor Augen. Und mehr und mehr verstehe ich deren Sichtweise und das macht mich derzeit sehr oft sehr betroffen – obwohl ich schon so lang hier lebe.
Darum kann ich sehr oft mit den guten Ratschläge alter Freunde absolut nichts mehr anfangen, weil sie für mich völlig abstrakt sind und nicht in dieses örtliche Weltbild passen. Sicherlich sind das gut gemeinte Vorschläge, aber völlig unbrauchbar. Das mindert nicht die Freundschaft – aber wegen der räumlichen Trennung trotz moderner Kommunikationsmittel ändert das nichts an den Tatsachen. Wenn ich dann von diesen Menschen manchmal als etwas schräg oder verschroben angesehen werde, hat das genau damit zu tun. Denn ich tauche immer mehr in dieses hier echte Leben ab und das hat nichts mit einem Touristenklischee zu tun. Ich bin kein moderner Robinson Crusoe sondern jemand, der das Leben relativ kompromisslos lebt.
Was bedeutet das im Zusammenhang mit unserem Projekt? Das
jede Neuerung oder Verbesserung, die mit finanziellen Ausgaben verbunden ist,
eine Art Spagat bedeutet – was ist wichtiger – diese Investition oder das
tägliche Leben! Oder auf was muss man darum verzichten! Eine tolle plakative
Beschriftung oder Außenwerbung oder 5 Tage Lebenshaltung für 5 Personen? Das abklappern von diversen Tourveranstaltern
vor Ort und auf Samana oder im Land, um so was wie eine Zusammenarbeit zu
vereinbaren, die Preisabsprachen und Kommissionen mit sich bringen oder
konsequentes Onlinemarketing. Wo ist der Mittelweg und was ist verkraftbar –was
ist machbar und mit welchem Aufwand. Aufwand bedeutet hier Geld.
Wer das richtig erkennt, für den kann eine echte
Unterhaltung mit uns als Gast vor Ort sehr spannend sein. Andere sollten lieber
Klinik unter Palmen schauen… Und Gäste, die den Zusammenhang nicht sehen und
einfach nur „billig“ weil dominikanisch bei uns essen wollen, sind in einem
normalen Comedor sehr gut aufgehoben. Und Wiener Schnitzel, bayrische
Schmankerln unter Palmen machen da Sinn, wo eine Nachfrage besteht. Siehe Las Terrenas mit seiner
deutschsprachigen Gemeinde. Las Galeras ist nach wie vor sehr dominikanisch! Mit
allen Für und Wieder! Wer das mag, ist hier bestens aufgehoben.
neue Fotos - es geht voran...
| unsere Tische sind jetzt all fertig |
| eine kleine Villa für unsere Vierbeiner |
| Umu (Erdofen), Hundevilla und Schildkrötenteich |
| gemütlicher Sitzplatz unter dem Kaffeebaum |
| nette Gäste aus New York |
| man muss sich erst an alles gewöhne. neues Hundehaus |
| sieht doch langsam richtig git aus in der Casa de Norma |
| klein Idylle im Garten |
Freitag, 9. März 2012
Zeitweilige Sprachlosigkeit
Ich
bin seit mehreren Wochen praktisch sprachlos – online wohlgemerkt. Es sind vor
Ort zu viele Dinge vorgefallen, die mir im Moment zu denken geben. Ich muss mit
mir selber wieder klar kommen. Ich muss meine Ideen und Ziele neu überdenken und
mir darüber klar werden, was Sinn macht und was nicht! Und es geht um „La Casa
de Norma“! Unser Engagement, der gute Wille und Einsatz bei der Realisation bis
zum Umfallen; all das steht auf dem einen Blatt. Auf dem anderen steht ein
Wort, das man als Wertschätzung bezeichnen könnte.
Gestartet
haben wir unser Projekt im November 2011 mit sehr viel Elan. Bereits vorher
waren wir auch online präsent und man konnte praktisch life mitverfolgen, die
das Projekt gewachsen ist. Die Online - Anteilname war all die Zeit sehr groß. Eine
meiner derzeitigen Überlegungen ist darum praktisch mehr eine Frage. Wie weit
deckt sich das Onlinegeschehen mit der Realität vor Ort. Unsere Webseite wurde sehr
fleißig besucht – dank Facebook stehen wir mit sehr vielem Menschen aus aller
Welt in zum Teil regem Kontakt. Das ist die eine Seite. Die andere Seite -
trotz all der Kontakte, der Willensbekundungen, der Gratulationen, Kommentare,
ect sind wir real praktisch alleine.
Menschen
in Urlaubsvorfreude zählen praktisch die Tage und verkünden das heute gerne online.
Wenn sie dann hier sind, sieht es etwas anders aus. Man könnte meinen, das ihnen
hier dauernd was dazwischen kommt und letztlich kommen sie teilweise gar nicht.
Man bedenke, zwischen Europa und der dominikanischen Republik liegen 10
Flugstunden und einige tausend Kilometer. Zwischen unserem großen Hotel vor Ort
und der Casa de Norma liegen lediglich 4,5 km oder 1,5 Stunden reinem Fußweg.
Mit einem Fahrzeug dauert die Fahrt zu uns maximal 15 Minuten. Aber anscheinend
sind diese realen 4,5 km so was wie eine fast nicht überwindbare Hürde. Man
beachte, wir liegen bekanntlich nicht an der lauten Hauptstrasse, auch an keinem
Traumstrand vor Ort und auch nicht im „touristischen Zentrum“. Somit sind wir
anscheinend für die Meisten so etwas wie out of Space!
Meine
Überlegung für das Projekt war und ist es, den Menschen aus Übersee das wahre
dominikanische Leben zu zeigen und sie als Gäste zu empfangen. Denn genau da
sind wir und zwar mittendrin, im dominikanischen Leben ohne doppelten Boden! La
Casa de Norma liegt zwar an einer touristisch stark frequentierten Strasse –
der Strasse an die Playa Rincon. Das einzige was wir Tag für Tag davon
mitbekommen ist der touristische Durchgangsverkehr. Wir liegen am Weg, aber
sind nicht das Ziel. Uns geht derweil die Luft aus, während wohl gelaunte
Touristenexkursionen mehrmals am Tag an uns vorbeiziehen. Das ist die Realität.
Wir
sind nach wie vor sehr unscheinbar, gar nicht plakativ und wollen das auch
nicht sein. La Casa de Norma ist kein Touristenlokal sondern eine Art
Institution, ein Ort der Begegnung oder ein Ort, wo Welten aufeinander treffen.
Ein mittlerweile gepflegtes Grundstück, ein angelegter, tropischer Nutz - Garten,
Tische und Bänke, eine original dominikanische Küche und sehr viel Einblick in
das every Day Life laden hier bei uns zum Verweilen ein. Eine gemütliche
Raststelle, ein Ort zum Verweilen, abseits des normalen Trubels.
Aber
anscheinend ist es nicht das, was diese Leute interessiert. Für sie ist diese
Strasse lediglich eine Sightseeingstrecke zur Playa Rincon. Es ist wie im Kino
zu sitzen und den Film Revue passieren lassen. Der Unterschied ist, das man im
Kino in der Regel keine Videokamera dabei hat, um sich den Film später
gemütlich zuhause anzusehen – obwohl das bekanntlich auch viel gemacht wird.
Etwas
anderes ist die Erwartung? Denn wir bieten auch etwas Konkretes! Wir kochen
dominikanisch oder kreolisch. Das macht außer uns weit und breit niemand – es sei
denn, man verwechselt die Garküchen entlang der Strasse mit dominikanischer
Küche. Bedeutet das, dass wir hier lowprice kochen? Nein, das bedeutet, dass
wir ausschließlich mit lokalen Produkten arbeiten, alles vor Ort einkaufen und
vor allem, das alles absolut frisch gekocht wird. Alles was sie heute essen, ist
nicht industriell vorbearbeitet oder gekocht, kommt nicht aus einem Beutel und
macht uns entsprechend viel Arbeit. Das Einkaufen und Besorgen, vorbereiten und
kochen. Das gilt für alles, was sie bei uns bekommen. Wir verwenden zum kochen weder
Mikrowelle, keine Elektrogeräte (außer unserem PC um mit ihnen zu
kommunizieren), wir kochen auf Holz oder Kohle und nur ausnahmsweise auf Gas. Der
Fisch kommt aus einer Fischhandlung, rund 1,5 Kilometer entfernt ist absolut
frisch und wird dort kurz vor der Zubereitung für sie geholt. Wir fischen nicht
selber, sondern kochen für unsere Gäste das was wir dort bekommen. Dabei achten
wir penibel auf die Qualität.
Eine
dominikanische Eigenheit ist, das so gut wie alle Produkte aus bestimmten
Gegenden kommen. Das gilt vor allem für Gemüse, Obst und Früchte. Denn es ist
ganz und gar nicht so, dass hier alles überall wächst – obwohl wir in den
Tropen sind. Eine weitere Eigenheit ist, das obwohl wir praktisch direkt am
Meer leben, jeder Fisch teurer ist als Fleisch. Der nächste europäisch
sortierte und entsprechend teure Supermarkt befindet sich in Las Terrenas –
also rund 70 km entfernt. Wir sind somit auf den lokalen Schlachter, die lokale
Fischhandlung, einen fahrenden Händler für Seafood, die lokale Käserei und die
Geschäfte und Lieferanten vor Ort angewiesen.
Las
Galeras befindet sich bekanntlich trotz guter Anschlüsse am Ende der Halbinsel
Samana. Transportkosten sind nicht nur für den Transport unserer Gäste hoch,
das gilt für jedes Produkt, egal, was das ist. Wegen seiner Lage gibt es hier
längst nicht alles und die Logistik ist somit ein sehr entscheidender Faktor bei
der Preisgestaltung. Das schlägt sich
auf alles nieder und wir haben hier nicht nur astronomische Treibstoffpreise zu
bezahlen. Denn zur Information, in Las Galeras gibt es kein reguläre Tankstelle.
Wir haben eine Gasstation – eine Goldgrube für den Betreiber. Eine Einkaufstour
nach Santa Barbara – unsere Provinzhauptstadt ist darum eine Halbtagestour mit
dem öffentlichen Verkehrsmittel, nach Las Terrenas sind wir mindestens drei
Stunden unterwegs pro Weg. Das ganze mit einer Kühlbox, ect. Je nach Bestellung
machen wir diese Tour für sie und müssen diese Kosten auf unsere Preise
umschlagen. Oder wir produzieren selber – so wie unser Brot und alle Backwaren.
Ein weiterer Punkt sind enorme Energiekosten – wir bezahlen in Las Galeras 15,50
Pesos pro kwh. Damit erklärt sich zum Beispiel der Preis für ein eisgekühltes
Bier, Coca Cola, ect. Oder man kühlt alternativ und arbeitet mit Kühlboxen, sprich
man produziert selber Eis, um alles frisch und gut gekühlt zu halten.
All
das ist zu bedenken. Und das macht einem manchmal sprachlos.
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