Dienstag, 10. November 2015

Auswandern Teil 3 – Das Leben auf der Insel braucht eine Vision!



Die haben ja alle 365 Tage Urlaub im Jahr…… wettert einer auf dem Rücksitz. Wir fahren gerade langsam, im Schritttempo  bei der Punta Poppy in Las Terrenas, dem beliebtesten Samana Ferienort ein. Ich habe den Mitfahrern erklärt, dass dies der beliebte Treffpunkt für Auswanderer und Aussteiger aus aller Welt im karibischen Paradies auf Samana ist.

Die haben ja alle 365 Tage Urlaub im Jahr…… - der Spruch macht mich sauer! Wie kommt der Mann da drauf! Es ist genau das, was viele Leute glauben, wenn es um uns Aussteiger oder Residenten geht. Wir leben hier unter Palmen und dieser arme Kerl hat hier seinen Karibikurlaub gebucht und nun ist er scheinbar neidisch und macht seinem Frust Luft! Das glauben übrigens sehr viele, das wir hier bloß die Zeit totschlagen und es uns hier gut gehen lassen! Ist das so?
Wer es sich leisten kann, der kommt dem schon ziemlich nahe. Da gibt es diese Rentner –Auswanderer – „die Golden Boys und Girls“, das ist eine relativ große Gruppe der Residenten hier. Die tun hier das was sie in der alten Heimat sicher auch tun… sie müssen nicht mehr arbeiten! Das steht ihnen schließlich zu und sie tun es eben hier… unter Palmen!

Andere sind von Beruf Sohn oder Tochter, Ehegatte eines reichen Partners oder haben einfach genug Geld und auch die Leute lassen es sich gut gehen. Warum nicht!

Wieder andere müssen auch hier arbeiten und sie tun das auch. Der eine arbeitet online von zuhause aus, der andere setzt eine Geschäftsidee mehr oder weniger Erfolgreich um oder tut was er schon immer machen wollte… oft etwas relaxter als die Daheimgebliebenen und wieder andere schlagen sich durch. Entscheidend ist oft der karibische Rhythmus, dem man hier eigentlich nicht entkommt.
Warum ist man hier? Eigentlich genau wegen diesem Rhythmus; bei dem man scheinbar mit muss. Wer jetzt das Gegenteil behauptet, macht etwas falsch! Das ist zumindest meine Meinung. Trübsal blasen kann kann überall… man muss es aber nicht! Das liegt an jedem selber!

Wer nun glaubt, das das Leben hier ein reines Zuckerschlecken ist, der liegt voll daneben. Es gibt auch hier solche Zeitgenossen, die glauben, weil sie es sich leisten können, bräuchten sie außer Cuba Liebre vernichten und den Herrgott einen guten Mann sein zu lassen nichts weiter tun. Die gibt es überall. Ob sie allerdings glücklich sind, steht auf einem anderen Blatt. Sich systematisch mit diesem Zeitvertreib die Birne wegzusaufen ist das eine. Diese Leute trifft man überall und meistens in Rudeln. In jedem Ort hier gibt es einen oder mehrere berüchtigte Treffs, wo man sie garantiert findet. Das sind oft sehr arme Menschen…. Denn es fehlt ihnen das Entscheidende. Sie haben keine Vision! Warum das so ist, wissen die wenigsten von ihnen. Das es so ist, ist nicht zu übersehen! Aber sie sind sehr beschäftigt; oft von morgens bis zum bitteren Ende. Es sind Männer und Frauen und sie finden sich immer! Aber Themenwechsel, denn um diesen Archetyp geht es hier nicht!

Es geht um Visionen! Wie lebt man glücklich unter Palmen? Wie viel Glücklich sein zum Glück reicht ist sehr individuell.  Auf jeden Fall hat es nichts mit den drei großen B zu tun! Brugal, Barcello und Bermudez! Das sind die bekannten Rum - Destillieren des Landes! Fazit ist – man muss hier was tun um nicht unter die Räder zu kommen. Man braucht eine Aufgabe, ein Hobby, eine Leidenschaft oder eben eine Vision! Was das sein kann, das sollte sich jeder rechtzeitig selber fragen. Und wenn man das erkannt hat geht es um die Umsetzung.

Ob das etwas ist, was man für sich alleine tut wie ein tolles Hobby oder gemeinsam mit Gleichgesinnten, spielt keine Rolle! Es sollte einem aber auf Trab halten und das am besten so oft als möglich. Wenn es noch eine Betätigung ist, von der auch Andere was haben – umso besser! Wenn man keinem damit auf den Nerv geht & wenn es etwas ist, was Andere nicht anrüchig finden, dann ist man auf der sicheren Seite. Hierüber sollte jeder nachdenken, der hier glücklich sein möchte.

Respekt, Verständnis gepaart mit Lebensfreude sind wichtige Voraussetzungen um mit den Menschen hier klar zu kommen. 

Montag, 9. November 2015

Auswandern ist eine drastische Veränderung des Lebensweges

Teil 2

„Begeisterung im Positiven ist etwas Phantastisches; das Sahnehäubchen für ein zufriedenes Leben!“



Auswandern bedeutet seine Heimat und sein bisheriges Leben hinter sich zu lassen und in der Fremde neu zu beginnen. Wer das aus freien Stücken vorhat, hat sicher einen guten Grund dazu! Oftmals ist es eine persönliche und zwischenmenschliche Beziehung, die einem in die Fremde lockt. Die Abenteuerlust ist eher ein seltenerer Grund. Ein spannendes, berufliches Angebot im Ausland ist oft der Grund. Weil man schlicht den verdienten Lebensabend in einem anderen Teil der der Welt verbringen will, ist bei wohlhabenden Menschen sehr beliebt. Relativ aktuell kommt nun vermehrt hinzu,  wenn es einem aus politischen, gesellschaftlichen oder sozialen Gründen in der Heimat nicht mehr gefällt. Es gibt verschiedenste Gründe.

Wenn der Grund zum Auswandern einen positiven Hintergrund hat, ist das auf jeden Fall von großem Vorteil! Wer jedoch seine Heimat verlässt, weil er/sie von dieser enttäuscht ist, der sollte sich ehrlich fragen, ob das wirklich eine gute Idee ist!

Fakt ist - man verlässt seinen gewohnten Lebensraum mit allem drum und dran. Man tauscht diesen womöglich mit einer völlig unterschiedlichen Kultur, einer fremden Sprache und einem anderen Klima. Ganz schön viel Veränderung auf einmal! Wenn man das alleine macht mag es angehen wenn man das Abenteuer mit einem Lebenspartner oder anderen angeht, ist das eine echte Herausforderung im Positiven und genau auch um Gegenteil. Kennt man sich gut genug? In der Fremde lernt man sich gezwungenermaßen besser kennen. Darüber sollte man sich im Klaren sein. Noch schwerer wird es, wenn man das mit einer Gruppe sogenannter Gleichgesinnter angeht. Mit großer Sicherheit trennt sich im Lauf der Zeit die Spreu vom Weizen. Darüber muss man sich bewusst sein. Jeder kennt heute Dschungelcamp! Der Vergleich ist nicht so weit hergeholt.

Wer glaubt, seine neue Heimat bereits zu kennen, sollte sich nichts vormachen! Selbst wer bereits jahrelang seinen Urlaub im Wunschland verbracht hat, kennt vor allem den Urlaubsort, die dort gewonnenen Eindrücke, Umstände und die Freunde verschiedenster Coleur. Das hat aber oftmals wenig mit dem realen, eigenen Leben zu tun, welches man dort meistern möchte.  Es ist absolutes Neuland.

Ich sage jetzt etwas Provokatives; „Neuzugänge“ sind oft anstrengend! Das hat verschiedene Gründe. Ein neues Umfeld verlangt viel von den Menschen, je nach dem wie und wo man es angeht!  Ist man es von sich aus gewohnt selbstständig zu handeln oder verlässt man sich eher und lieber auf Andere? Bietet das neue Umfeld gewisse Dienstleistungen, ob das öffentliche Einrichtungen,  Ämter, Dienstleister oder schlicht ärztliche Versorgung ist. Hier in der Dominikanischen Republik ist es diesbezüglich sehr wichtig, wo man sich niederlässt. In vielen Gegenden oder Orten findet man nur ein rudimentäres Angebot. Es ist mit Sicherheit nicht mit dem zu vergleichen, wo man herkommt.
Danach kommt die persönliche Komponente. Es ist logisch, das man im Neuland persönlichen Anschluss sucht und es ist auch logisch das man sich dabei in erster Linie an bereits vor Ort lebende Landsleute oder zumindest gleichsprachige Leute wendet. Und es ist eigentlich auch völlig normal, dass man sich gegenseitig hilft, soweit einem das möglich ist. Wieweit geht diese Hilfe? Man kennt sich oft nicht, weiß wenig voneinander und erst mit der Zeit lernt man sich besser kennen und hoffentlich auch zu schätzen. Hier kommen die Umstände ins Spiel, die sehr schnell entscheidend sind. Passt das für alle Beteiligten? Oftmals leider nicht, denn die Spieße sind selten gleichlang. Hier beginnen manchmal wunderbare Freundschaften aber nicht selten passieren hier auch die seltsamsten Dinge!

Es gibt hier keine Willkommenskultur!
Was ich damit sagen will ist, dass man schnell an seine Grenzen kommt. Es gibt keine professionellen oder persönliche Guides für das Einleben der „Neuzugänge“. Eventuell wäre das ein spannendes Beschäftigungsfeld, aber dann müsste man klare Absprachen treffen, was diese Dienstleistungen beinhalten. Aber es gibt dafür Heerscharen von speziellen Anwälten, Immobilienhändlern und Vermittlern, Vertreter aller Art und „sozial“ tätig sind vor allem die Vertreter der verschiedenen, christlichen Glaubensrichtungen. Ausländer werden hier mit einer Armada lokaler, politischer Anwärter und Amtsinhaber aller Couleur konfrontiert, mit denen man eigentlich nichts zu tun hat. Aber man begegnet der Politik auf Schritt und Tritt, denn Politik ist hier allgegenwärtig und obwohl man als Ausländer praktisch außen vor bleibt, gehört sie zum Alltag. Für die meisten Ausländer ist sie eh nicht richtig nachvollziehbar ob wohl sie das Leben aller beeinflusst.


Je nachdem, wie man sich persönlich und finanziell einbringt, worauf man selber Wert legt und was man von seinem neuen Leben „unter Palmen“ erwartet, braucht man entsprechend Zeit um behaupten zu können, persönlich gelandet zu sein!


Freitag, 6. November 2015

Casa de Norma 2011 -2015 (Galerie)

so fing alles an

da war ein Mangobaum hinter dem Haus und er ist noch heute da

jeder fängt klein an

so hat es damals ausgesehen

die ersten Pfosten werden gesetzt

der Urfogon entsteht am Mangobaum

da war nichts....

die Urdjungelkueche im Freien

ganz schön chaotisch

ein paar Bananen im Garten

Gerüstbau

Gerüstbau 2

die Urbar entstent

ganz schön tipico

man sieht schon was!

was das wohl wird?

Tische werden gebaut

die alte Schlammstrasse

der Fogon macht was her!

sogar ein Boden wird aus Schiefer verlegt!

man sieht immer mehr

schöner Natursteinboden selbst gesucht

der alte eingang an der Schlammstrasse

geheimnisvoll

die Urküche

es wird immer besser

Küche hat einen Boden

Der Garten wächst und gedeiht

langsam wächst alles zu

der erste Gartensitzplatz

der Kiosk ist Geschichte

unser wilder Garten und das Pencadach

keine Plastikstühle - alles handgemacht

mir geföllt es gut!

der Lieblingstisch

noch mal slte Küche